Gulet - ein traditionelles Schiff

 

Die Geschichte der Gulets

Die türkische Schiffsbauindustrie ist Jahrtausende alt. Mit uralten Traditionen, Händlern, Piraten und ihrer alten Handelsflotte reicht sie bis weit vor Christi Geburt zurück. Die Entdeckung des weltweit ältesten dokumentierten Schiffswracks (1350 v.Chr.) abseits der türkischen Küste nahe des Dorfes Kas beruht auf Forschungen des Instituts für nautische Archäologie in Texas. Diese Flotten waren die Vorläufer der Dorier, Römer und Osmanen.

Heute zeigen die Gulets eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der Handwerkskunst der alten Zeiten. Die Häfen, in denen die Schiffe gebaut wurden, befanden sich an der türkischen Riviera an der ägäischen Küste. Die Dieselmotoren ersetzten später die Segel. Traditionell bestand die Fracht aus Öl, Kupfer und Glas, jetzt werden Menschen befördert, die in der Sonne in Richtung der wunderschönen griechischen Inseln segeln.

Design, Materialien und Bautechniken unterliefen nur kleinen Veränderungen in den vergangenen Jahrhunderten. Die traditionelle Schiffsbauindustrie finden Sie an der gesamten Ägäis- und Mittelmeerküste der Türkei. Jedoch liegt die größte Anzahl der Boote, die heute gebaut werden und ihre Werften noch in Bodrum, der Heimat der türkisch-ägäischen Charter-Flotte.

Der Bau der Gulet-Segelyachten begann in Bodrum. Da sie aber an Popularität gewannen, wurden sie nun auch in Bozburun, Marmaris, Fethiye und Istanbul hergestellt. Die traditionellen Gulet-Segelyachten wurden aus Kiefernholz gebaut. Handwerker und Zimmerleute bevorzugen die teureren Materialien wie: Iroko, Teak und Mahagoni.

Gulets bouw op de werf

Bodrum war seit den Zeiten von König Maussolos (4.Jh.v.Chr.) das wichtigste Zentrum des Schiffbaus. König Ptolemäus von Ägypten ließ im 3.Jh. v.Chr. seine Kriegsschiffe dort bauen, wo sich auch heute noch die aktuellen Werften befinden. Heutzutage gibt es mehr als 30 Werften in unmittelbarer Umgebung Bodrums, viele weitere gibt es im Hinterland der Halbinsel.

Die geschäftigen Aktivitäten der Bodrumer Werften blieben im Vergleich zu der alten Schifffahrtsindustrie, die einst die Ptolemäus Flotte baute, gleich. Viele der heutigen Schiffe sind moderne Versionen der viel älteren Boote der Vergangenheit. Mit ihrem symmetrischen Bug und Heck ist die Tirhandil ein direkter Nachkomme des alten ägäischen Designs und entwickelte sich bald zum Favoriten der Schwammtaucher. In neuerer Zeit wurden die Schiffe unter dem Namen Gulet bekannt, was vermutlich auf den italienischen Namen "Gouletta of the Venetian Galiota" zurückzuführen ist.

Die Gulet-Yacht ist ausgestattet mit einem breiten Lichtbündel und einem abgerundeten hinteren Bogen und der Ayna KIG oder Ketsch (vergleichbar mit Gulet, aber mit einem quadratischen hinteren Bogen, deshalb trägt sie ihren Namen als türkischer Spiegel, Ketsch).

Diese Gulet-Ketsch sind ideale Charterboote. Sie bieten mit ihren breiten Balken und S-förmigen Decks Platz für komfortable Kabinen.

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